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Älter werden in Bottighofen – warum mir dieses Thema persönlich am Herzen liegt

  • Linda Wütherich
  • 18. Dez. 2025
  • 1 Min. Lesezeit

Das Thema Älterwerden begleitet mich schon lange.

Mein Grossvater hat seine letzten Lebensjahre in einer Senioreneinrichtung verbracht. Diese Zeit hat mich geprägt. Ich habe erlebt, wie sich der Alltag verändert, wenn Routinen wegfallen, Wege länger werden und man zunehmend auf Unterstützung angewiesen ist. Und ich habe gesehen, wie entscheidend es ist, gesehen, ernst genommen und respektvoll begleitet zu werden.


Diese Erfahrungen wirken bis heute nach.


Gleichzeitig spreche ich mit meinen eigenen Eltern fast täglich über Themen, die viele ältere Menschen beschäftigen:

Wie lange kann ich selbstständig bleiben?

Was passiert, wenn die Gesundheit nachlässt?

Welche Unterstützung gibt es – und wie finde ich mich im Angebot überhaupt zurecht?


Dabei geht es selten um grosse politische Konzepte. Es geht um den Alltag.

Um Sicherheit.

Um Würde.

Um das Gefühl, nicht zur Last zu fallen, sondern weiterhin Teil der Gemeinschaft zu sein.


Gerade in einem Dorf wie Bottighofen, das von Menschen über Jahrzehnte mitgestaltet wurde, ist mir eines besonders wichtig:

Dass man auch im Alter im eigenen Umfeld bleiben kann – im Dorf, in der Nachbarschaft, im vertrauten Leben.


Viele ältere Menschen wünschen sich keine Sonderlösungen. Sie wünschen sich Respekt, Verlässlichkeit und klare, verständliche Informationen. Kurze Wege, ein offenes Ohr und Begegnungen auf Augenhöhe.


Ich bin überzeugt: Eine Gemeinde zeigt ihre wahre Stärke nicht nur im Wachstum, sondern darin, wie sie mit den Menschen umgeht, die sie geprägt haben.


Deshalb ist mir dieses Thema kein abstraktes Anliegen, sondern ein persönliches. Entstanden aus eigenen Erfahrungen, vielen Gesprächen – und dem ehrlichen Wunsch, dass Bottighofen ein Ort bleibt, in dem man in jedem Lebensabschnitt gut leben kann.

 
 
 

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